Vier Tage intensive Gruppentherapie helfen bei Zwangsstörungen
Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und belasten Betroffene oft jahrelang, bevor sie eine wirksame Behandlung erhalten. Kürzere, intensive Therapieformate können dazu beitragen, Versorgungslücken zu schließen und den Zugang zu wirksamer Behandlung zu demokratisieren. Das stärkt die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen, die ohne Therapie häufig im Alltag stark eingeschränkt sind.
Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Mangel an Psychotherapieplätzen im ländlichen Raum besonders ausgeprägt ist, könnten intensive Kurztherapieformate ein vielversprechendes Modell sein. Kliniken und psychiatrische Tageskliniken in der Region könnten solche Programme erproben und damit den langen Wartezeiten entgegenwirken. Die Studie liefert eine belastbare Evidenzgrundlage, auf der Versorgungsplanung und Kostenträger aufbauen können.