VNW streicht 200 Wohnungen: Wohnungsnot in MV wächst
Bezahlbarer Wohnraum ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe – wer keine bezahlbare Wohnung findet, ist auch im sozialen und demokratischen Leben eingeschränkt. Der Rückzug der Wohnungsunternehmen trifft vor allem Menschen, die ohnehin wenig Handlungsspielraum auf dem Wohnungsmarkt haben. Eine funktionierende offene Gesellschaft braucht eine Wohnungspolitik, die nicht nur auf Marktmechanismen setzt.
In Mecklenburg-Vorpommern fehlen bezahlbare Wohnungen nicht nur in den Städten, sondern vor allem auch in kleineren Gemeinden, wo soziale Infrastruktur und Arbeitsplätze zusammen wegbrechen. Kommunen und Land müssen jetzt konkret prüfen, welche Förderinstrumente und Baulandmodelle den Rückzug der Wohnungsunternehmen abfedern können. Genossenschaftliche Wohnmodelle und kommunale Wohnungsbaugesellschaften könnten hier eine strukturelle Antwort sein, wenn politischer Wille und Finanzierung stimmen.