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Thursday, 17. September 2026
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Regional MV

VNW streicht 200 Wohnungen: Wohnungsnot in MV wächst

200 geplante Sozialwohnungen werden in Mecklenburg-Vorpommern bis 2030 nicht gebaut, weil steigende Bau- und Energiekosten die Projekte unwirtschaftlich machen. Das trifft vor allem Familien und Menschen mit kleinem Geldbeutel im ländlichen Raum, wo bezahlbarer Wohnraum ohnehin knapp ist. Land und Kommunen müssen jetzt prüfen, welche Förderinstrumente und Eigenbauprogramme einspringen können, damit aus einer angespannten Lage keine handfeste Wohnungsnot wird. Zivilgesellschaftliche Akteure wie Genossenschaften und Wohlfahrtsverbände könnten dabei eine wichtigere Rolle übernehmen als bisher.

Bezahlbarer Wohnraum ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe – wer keine bezahlbare Wohnung findet, ist auch im sozialen und demokratischen Leben eingeschränkt. Der Rückzug der Wohnungsunternehmen trifft vor allem Menschen, die ohnehin wenig Handlungsspielraum auf dem Wohnungsmarkt haben. Eine funktionierende offene Gesellschaft braucht eine Wohnungspolitik, die nicht nur auf Marktmechanismen setzt.

In Mecklenburg-Vorpommern fehlen bezahlbare Wohnungen nicht nur in den Städten, sondern vor allem auch in kleineren Gemeinden, wo soziale Infrastruktur und Arbeitsplätze zusammen wegbrechen. Kommunen und Land müssen jetzt konkret prüfen, welche Förderinstrumente und Baulandmodelle den Rückzug der Wohnungsunternehmen abfedern können. Genossenschaftliche Wohnmodelle und kommunale Wohnungsbaugesellschaften könnten hier eine strukturelle Antwort sein, wenn politischer Wille und Finanzierung stimmen.