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Monday, 14. September 2026
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Regional MV

Vor der Landtagswahl: MV-Bürger pessimistisch zur Wirtschaftslage

Eine Forsa-Umfrage kurz vor der Landtagswahl zeigt: Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erwarten eine weitere Verschlechterung der Wirtschaftslage – das Misstrauen sitzt tief und zieht sich durch alle Altersgruppen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Diese Stimmung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger struktureller Versprechen, die auf dem Land oft nicht ankamen. Jetzt liegt es an den Kandidierenden, konkrete Antworten zu liefern – nicht auf Wahlplakaten, sondern in der Fläche, dort wo Betriebe schließen und Fachkräfte wegziehen. Zivilgesellschaft, Kommunen und regionale Wirtschaftsakteure sollten diese Stimmungslage ernst nehmen und eigene Ideen einbringen, statt auf Konzepte aus Schwerin oder Berlin zu warten.

Wenn ein Großteil der Bevölkerung wirtschaftlich pessimistisch ist, hat das direkte Folgen für das Vertrauen in demokratische Institutionen und in politische Gestaltungskraft. Wer keine Hoffnung auf Verbesserung hat, ist empfänglicher für einfache Antworten und wendet sich von konstruktiven politischen Prozessen ab. Diese Stimmungslage ernst zu nehmen – statt sie nur zu messen – ist eine zentrale Aufgabe für Parteien, Zivilgesellschaft und Medien gleichermaßen.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist diese Umfrage mehr als ein Stimmungsbild kurz vor der Wahl: Sie zeigt strukturelle Sorgen, die in ländlichen Regionen wie Ludwigslust-Parchim oder Nordwestmecklenburg seit Jahren präsent sind und von der Landespolitik bisher nicht überzeugend beantwortet wurden. Die Frage ist nicht, ob die Menschen pessimistisch sind – das ist bekannt –, sondern welche konkreten politischen Antworten auf diese Sorgen folgen. Wer nach der Wahl regiert, muss liefern, nicht nur versprechen.