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Monday, 14. September 2026
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Regional MV

VW streicht 100.000 Stellen – was das für den Norden bedeutet

Volkswagen streicht bis 2030 rund 100.000 Arbeitsplätze, was auch Zulieferbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern und dem norddeutschen Raum unmittelbar treffen kann. Viele dieser Betriebe hängen indirekt an der Automobilproduktion, ohne dass ihre Beschäftigten das immer wissen. Gewerkschaften, Jobcenter und Beratungsstellen in der Region sollten jetzt aktiv auf Betroffene zugehen, bevor die Kündigungen kommen. Umschulungsprogramme und Beratungsangebote müssen dabei die ländlichen Strukturen berücksichtigen und nicht nur in den Kreisstädten stattfinden.

Massenentlassungen in dieser Größenordnung treffen nicht nur Werksangehörige, sondern ganze Regionen über Zulieferketten, Dienstleister und Kaufkraftverluste. Strukturschwache Gebiete wie Teile von Mecklenburg-Vorpommern, wo der Arbeitsmarkt ohnehin wenig Alternativen bietet, sind besonders verwundbar. Eine offene Gesellschaft braucht eine ehrliche politische Debatte darüber, welche Industriepolitik und welche sozialen Auffangnetze jetzt tatsächlich gebraucht werden – nicht nur Konzernankündigungen und Pressemitteilungen.

Der VW-Stellenabbau ist ein Signal für eine strukturelle Verschiebung in der deutschen Automobilindustrie, die Norddeutschland nicht unberührt lässt. Zulieferbetriebe in der Region Schwerin, Ludwigslust und Parchim hängen teilweise direkt oder indirekt an großen Autokonzernen. Statt auf Selbstheilungskräfte zu warten, wäre jetzt der Moment für Länder und Kommunen, gezielte Umschulungsprogramme und Wirtschaftsförderung anzuschieben – nicht irgendwann, sondern bevor die ersten Kündigungen kommen.