Wärmepumpe im Neubau: 75 Prozent – Gas fällt auf 2,2 Prozent
Diese Zahlen zeigen, dass die Wärmewende im Neubau technologisch und wirtschaftlich angekommen ist – ein wichtiges Signal für Investitionssicherheit und Planbarkeit in der gesamten Branche. Für eine offene Gesellschaft bedeutet das: Der nächste politische Fokus muss auf sozial gerechten Sanierungspfaden für den Bestand liegen, damit Eigentümer und Mieter mit niedrigem Einkommen nicht abgehängt werden. Wer jetzt in Förderprogramme und kommunale Wärmeplanung investiert, schützt langfristig Verbraucher vor fossilen Preisspiralen.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem hohen Altbauanteil und ländlichen Strukturen ist der Neubau-Trend ermutigend, löst aber noch nicht die zentrale Aufgabe: die Wärmeversorgung der bestehenden Gebäude zu dekarbonisieren. Kommunen wie Schwerin und Rostock, die gerade Wärmepläne erarbeiten, können die steigenden Installationszahlen als Marktsignal nutzen, um Fachkräfte und Gewerbe langfristig zu binden. Bürgerenergiegenossenschaften in MV könnten zudem Nahwärmelösungen auf Wärmepumpenbasis für ganze Quartiere entwickeln und so Skalierungseffekte heben, die für Einzelhaushalte nicht erreichbar sind.