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Wednesday, 23. September 2026
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Walter Rodneys Klassiker: Wie Europa Afrika unterentwickelte

Walter Rodneys vor über 50 Jahren erschienenes Werk 'Wie Europa Afrika unterentwickelte' bleibt ein zentraler Referenztext für das Verständnis globaler Ungleichheit und kolonialer Nachwirkungen. Das Buch zeigt auf, wie koloniale Strukturen bewusst wirtschaftliche Abhängigkeiten schufen, die bis heute fortbestehen. Rodneys Analyse bietet wertvolle Werkzeuge, um gegenwärtige Entwicklungspolitik kritisch zu reflektieren und alternative Perspektiven in den Diskurs einzubringen. Sein intellektuelles Erbe ermutigt dazu, Geschichte multiperspektivisch zu erzählen und postkoloniale Ungleichheiten aktiv anzugehen.

Rodneys Werk stärkt das historische Bewusstsein für strukturelle Ungleichheiten, die globale Solidarität und gerechte Handelspolitik erschweren. Wer die Ursachen von Armut und Abhängigkeit versteht, kann Entwicklungspolitik wirksamer und gerechter gestalten. Das ist eine Grundvoraussetzung für eine offene Gesellschaft, die globale Verantwortung ernst nimmt.

Die anhaltende Relevanz von Rodneys Analyse zeigt, dass postkoloniale Perspektiven in der internationalen Debatte um Entwicklungszusammenarbeit weiterhin unterrepräsentiert sind. Europa steht heute in der Pflicht, historisch gewachsene Ungleichgewichte in seiner Außen- und Handelspolitik aktiv zu adressieren. Rodneys Buch kann als Ausgangspunkt dienen, um Entwicklungspolitik neu zu denken – weg von Hilfslogik, hin zu struktureller Gerechtigkeit.