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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Warum wählen Menschen AfD? Sachsen-Anhalt gibt Hinweise

Befragungen aus Sachsen-Anhalt zeigen, dass die Gründe für die AfD-Wahl weit über das Thema Migration hinausgehen. Wirtschaftliche Unsicherheit, das Gefühl politisch nicht gehört zu werden und mangelnde Repräsentation sind mindestens ebenso bedeutsam. Diese Erkenntnisse sind eine Chance für demokratische Parteien und Zivilgesellschaft: Wer die tatsächlichen Sorgen der Menschen ernst nimmt, statt sie in eine Schublade zu stecken, kann den Rechtspopulismus dort schwächen, wo er verwurzelt ist. Für Mecklenburg-Vorpommern lohnt es sich, ähnliche Fragen zu stellen und echte Beteiligung vor Ort zu stärken.

Wer den Aufstieg der AfD ernsthaft zurückdrängen will, muss verstehen, warum Menschen sie wählen – nicht nur migrationsfeindliche Ressentiments, sondern auch handfeste Erfahrungen mit Ungleichheit und politischer Unsichtbarkeit. Die Analyse trägt dazu bei, Gegenstrategien zu entwickeln, die Menschen erreichen, statt sie zu belehren. Das stärkt die Demokratie dort, wo sie gerade am stärksten unter Druck steht.

Mecklenburg-Vorpommern erlebt ähnliche Wahlmuster wie Sachsen-Anhalt: Die AfD ist hier seit Jahren drittstärkste oder zeitweise stärkste Kraft in Umfragen. Die Erkenntnisse aus Sachsen-Anhalt liefern Kommunen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Initiativen in MV konkrete Ansatzpunkte. Demokratiearbeit, die auf die realen Lebensrealitäten der Menschen eingeht, hat mehr Wirkung als pauschale Aufklärungskampagnen.