Wasser als Allmende: Wer verbraucht wie viel – und wer zahlt dafür?
Wasser ist eine Gemeinschaftsressource – wer sie kostenlos nutzen darf, ohne Rechenschaft abzulegen, verschiebt Macht zugunsten von Großverbrauchern auf Kosten der Allgemeinheit. Transparenz über Wasserverbrauch ist keine technische Frage, sondern eine demokratische: Nur wer weiß, wer was verbraucht, kann faire Regeln setzen. Besonders Menschen in ländlichen Regionen, die direkt von Grundwasserabsenkungen betroffen sind, haben ein Recht auf diese Informationen.
Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den trockensten Regionen Deutschlands – Dürrejahre wie 2018 und 2019 haben das deutlich gezeigt. Die fehlenden Verbrauchsdaten für Landwirtschaft und Industrie sind hier kein abstraktes Problem, sondern entscheiden über die Zukunft von Kleinbäuerinnen, Fischereiwirtschaft und kommunaler Wasserversorgung. Eine Bepreisung oder zumindest Erfassung des Wasserverbrauchs könnte Anreize für sparsameren Umgang schaffen und kommunalen Energiegenossenschaften neue Handlungsspielräume geben.