Wasserversorgung unter Druck: Spitzenbedarfe werden zum Problem
Zuverlässige Trinkwasserversorgung ist Grundlage jeder funktionierenden Gesellschaft und betrifft alle Menschen gleichermaßen – unabhängig von Einkommen oder Wohnort. Wenn Spitzenbedarfe nicht mehr gedeckt werden können, trifft das besonders ländliche Regionen und einkommensschwache Haushalte, die keine Ausweichmöglichkeiten haben. Die frühzeitige öffentliche Debatte über Wasserversorgungssicherheit ist daher ein demokratisch relevanter Beitrag zur Daseinsvorsorge.
Mecklenburg-Vorpommern ist von Trockenheit und sinkenden Grundwasserspiegeln bereits heute betroffen, insbesondere in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen der Seenplatte und Vorpommerns. Kommunale Wasserversorger und Zweckverbände müssen jetzt in Speicher- und Netzkapazitäten investieren, bevor Engpässe akut werden. Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Unternehmen können hier eine Vorreiterrolle übernehmen, indem sie wassersensible Bewirtschaftungskonzepte mit lokaler Mitbestimmung verbinden.