Wenn Windräder fallen sollen: Was AfD-Politik Sachsen-Anhalt kostet
Der Rückbau erneuerbarer Energien wäre kein ideologisches Signal, sondern ein wirtschaftlicher Angriff auf Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Energieversorgungssicherheit in strukturschwachen Regionen. Windkraft ist in Ostdeutschland längst kein Nischenthema mehr, sondern ein zentraler Pfeiler regionaler Wertschöpfung – und damit auch ein demokratisches Gut, über das offen diskutiert werden muss. Wer Windräder abreißen will, muss erklären, was danach kommt.
Mecklenburg-Vorpommern ist nach Sachsen-Anhalt einer der windstärksten Standorte Deutschlands – mit über 1.900 Windkraftanlagen und wachsenden Bürgerenergiegenossenschaften wie in Gägelow oder Zurow. Was in Sachsen-Anhalt diskutiert wird, kann morgen in MV auf der Tagesordnung stehen. Kommunale Energieplaner und Genossenschaften sollten die dortige Entwicklung genau beobachten und eigene Beteiligungsmodelle stärken, um politischen Angriffen durch breite gesellschaftliche Verankerung zu begegnen.