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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Wer doxxt wen? Schutz vor digitaler Einschüchterung

Doxxing ist eine digitale Einschüchterungstrategie, die gezielt Menschen trifft, die bereits weniger gesellschaftliche Macht haben: Aktivist:innen, Journalist:innen, Minderheiten. Praktische Schutzmaßnahmen wie das Überprüfen eigener Datenlecks und bewusster Umgang mit öffentlichen Informationen können das persönliche Risiko senken. Solange der gesetzliche Datenschutz Lücken hat, bleibt digitale Selbstverteidigung leider noch Eigenverantwortung. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo zivilgesellschaftliches Engagement im ländlichen Raum oft unter Beobachtung steht, ist dieses Wissen besonders wertvoll.

Doxxing ist kein technisches Randproblem, sondern ein Machtinstrument: Es trifft überproportional Frauen, queere Menschen, PoC und alle, die öffentlich für ihre Rechte eintreten. Wer schweigt, weil er Angst vor Doxxing hat, ist aus dem demokratischen Diskurs herausgedrängt worden. Praktisches Wissen über digitalen Selbstschutz ist deshalb kein Luxus, sondern Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe.

Für zivilgesellschaftliche Gruppen in MV – von Klimaaktivist:innen bis zu Beratungsstellen für Betroffene rechter Gewalt – ist das Wissen um Doxxing-Prävention unmittelbar relevant. Solange es keine wirksamen gesetzlichen Schutzräume gibt, müssen Communitys sich selbst organisieren. Der Leitfaden der EFF bietet einen niedrigschwelligen Einstieg, der auch in Workshops oder Bürger:innenbildungsprojekten eingesetzt werden kann.