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Thursday, 17. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Wie Unternehmen ihren Artenverlust messen können

Wissenschaftler haben eine neue Messmethode entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht, ihren Beitrag zum Artensterben quantitativ zu erfassen – analog zum etablierten CO₂-Fußabdruck im Klimabereich. Das sogenannte 'Biodiversitätsäquivalent' basiert auf einem globalen Datensatz, der länderspezifisch den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf den Artenverlust abbildet. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner artenreichen Küsten- und Agrarlandschaft könnte dieses Instrument künftig Unternehmen und Politik dabei unterstützen, naturverträglicheres Wirtschaften messbar und vergleichbar zu machen. Die Belastbarkeit der Methode hängt maßgeblich von der Qualität der zugrunde liegenden Biodiversitätsdaten ab, die auf regionaler Ebene noch weiter ausgebaut werden sollte.

Bisher fehlt Unternehmen und Politik ein einheitliches, vergleichbares Maß für den Schaden an der Artenvielfalt – so wie es das CO₂-Äquivalent für den Klimawandel gibt. Diese Forschung könnte Grundlage für künftige gesetzliche Berichtspflichten und nachhaltigere Unternehmensstrategien werden, da sie Finanzdaten direkt mit Umweltauswirkungen verknüpft.