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Tuesday, 15. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Wie Unternehmen ihren Einfluss auf Artenvielfalt messen können

Wissenschaftler haben eine neue Kennzahl entwickelt, das sogenannte Biodiversitätsäquivalent, mit der Unternehmen ihren Einfluss auf den weltweiten Artenverlust systematisch erfassen können. Ähnlich wie CO₂-Äquivalente den Klimaeinfluss messbar machen, soll dieses Instrument eine verlässliche Grundlage für eine tiefere Verknüpfung von Finanz- und Umweltbuchhaltung schaffen. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner land- und forstwirtschaftlich geprägten Wirtschaftsstruktur könnte dieses Instrument Betrieben helfen, ihren Beitrag zum Artenschutz transparent zu dokumentieren und gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Die wissenschaftliche Basis stützt sich auf einen globalen Datensatz mit länderspezifischen Biodiversitäts-Fußabdrücken, was die Verlässlichkeit der Methode stärkt.

Artensterben ist neben dem Klimawandel eine der drängendsten Umweltkrisen, doch bislang fehlen einheitliche, praktisch nutzbare Messgrößen für Unternehmen. Ein standardisiertes 'Biodiversitätsäquivalent' könnte – ähnlich wie der CO₂-Fußabdruck – Regulierung, Berichtspflichten und unternehmerische Entscheidungen grundlegend verändern und Naturschutz in wirtschaftliche Prozesse integrieren.