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Sunday, 21. June 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Wie Volksbiologie eine Pflanze zur Invasorin macht

Eine Studie zeigt, dass sich der südamerikanische Strauch Mimosa pigra in Rwanda auch deshalb so erfolgreich ausbreitet, weil traditionelles Volkswissen über die Pflanze deren menschliche Nutzung fördert und damit ihre Verbreitung begünstigt. Das Zusammenspiel biologischer Eigenschaften und kultureller Praktiken erklärt den Invasionserfolg besser als biologische Faktoren allein. Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass erfolgreiche Bekämpfung invasiver Arten lokales Wissen und soziale Praktiken einbeziehen muss. Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht der Befund die Bedeutung integrierter Ansätze im Umgang mit invasiven Pflanzen, die ökologische und gesellschaftliche Dimensionen gleichermaßen berücksichtigen.

Invasive Pflanzenarten gehören zu den größten Bedrohungen für die Biodiversität weltweit, besonders in afrikanischen Ökosystemen. Das Verständnis lokaler Wahrnehmung invasiver Arten ist entscheidend, um wirksame Bekämpfungsstrategien zu entwickeln und Gemeinschaften einzubeziehen.