Windpark bei Vellahn: 267 Meter hohe Anlagen mit Strombonus für Anwohner
Windenergieprojekte mit eingebetteten Bürgerbonus-Modellen sind ein wichtiger Schritt, um Akzeptanz für die Energiewende auf dem Land zu sichern – und zugleich ein Gerechtigkeitsprinzip: Wer die Anlagen in seiner Nachbarschaft duldet, soll auch wirtschaftlich davon profitieren. Solche Modelle stärken das Vertrauen in die Energiewende als gemeinschaftliches Projekt statt als rein wirtschaftliche Interessen Dritter. Für eine offene Gesellschaft ist entscheidend, dass der Übergang zur klimaneutralen Energieversorgung nicht auf Kosten ländlicher Bevölkerungsgruppen geht.
Mecklenburg-Vorpommern verfügt über hervorragende Windressourcen, und moderne Großanlagen dieser Größenklasse zeigen, wie viel Ertrag pro Standort heute möglich ist – sieben Anlagen für 32.000 Haushalte ist eine beeindruckende Versorgungsdichte. Der Strombonus für Anwohner könnte als Blaupause für weitere Windparkprojekte im Land dienen und die oft zähe Akzeptanzfrage entschärfen. Bürgerenergiegenossenschaften sollten prüfen, ob sie sich an solchen Projekten finanziell beteiligen können, um den lokalen Wertschöpfungsanteil weiter zu erhöhen. Sobald ein Baugenehmigungsverfahren eingeleitet wird, lohnt sich eine enge zivilgesellschaftliche Begleitung des Prozesses.