Wohngeld-Kürzungen: Wer zahlt den Preis der Sparmaßnahmen?
Bezahlbares Wohnen ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe – wer keine sichere Unterkunft hat, kann am demokratischen und sozialen Leben kaum mitwirken. Wohngeld-Kürzungen treffen nicht abstrakte Haushalte, sondern konkrete Menschen: Rentnerinnen in Greifswald, Alleinerziehende in Schwerin, Geringverdiener in Neubrandenburg. Eine Gesellschaft, die Wohnen zum Luxusgut macht, riskiert den sozialen Zusammenhalt und das Vertrauen in staatliche Institutionen.
In Mecklenburg-Vorpommern liegt das Lohnniveau strukturell unter dem Bundesschnitt, während die Mietpreise in Städten wie Rostock und Greifswald deutlich gestiegen sind. Wohngeld ist hier kein Randthema, sondern für zehntausende Haushalte eine reale Stütze gegen Wohnungslosigkeit. Kommunen und Sozialträger könnten durch gezielte Beratungsangebote und politischen Druck auf Landesebene gegensteuern – und sollten die Wohngeld-Debatte aktiv in den Landtag tragen.