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Monday, 22. June 2026
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Regional MV

Wolgast: 40 neue Wohnungen für Werft-Beschäftigte geplant

Die Wohnungswirtschafts-GmbH Wolgast plant 40 neue Wohnungen für Fachkräfte, die durch die Rheinmetall-Übernahme der Peene-Werft in die Region kommen sollen. Das ist ein konkreter Schritt, um dem drohenden Wohnungsmangel vor Ort entgegenzuwirken – denn ohne bezahlbaren Wohnraum bleiben Arbeitsplätze auf dem Papier. Offen bleibt, zu welchen Mieten die Wohnungen angeboten werden und ob 40 Einheiten bei einem deutlichen Personalaufbau wirklich reichen. Wichtig ist jetzt, dass auch einkommensschwächere Beschäftigte und bestehende Bevölkerungsgruppen bei der Planung nicht aus dem Blick geraten.

Wohnraum ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Industrieansiedlungen in strukturschwachen Regionen auch wirklich funktionieren – nicht nur auf dem Papier. Wenn Fachkräfte kommen sollen, aber nirgends wohnen können, ist jedes Investitionsversprechen wertlos. Entscheidend wird sein, ob die Mieten für normale Werftarbeiter bezahlbar bleiben oder ob hier vor allem Wohnraum für gut bezahlte Fachkräfte entsteht, während bestehende Bewohnerinnen und Bewohner das Nachsehen haben.

Wolgast und die Peene-Region kämpfen seit Jahrzehnten mit Abwanderung und fehlendem Wohnraum – jetzt dreht sich der Wind, aber die Frage ist: in welche Richtung? 40 Wohnungen klingen nach einem Anfang, sind aber gemessen an einer geplanten Belegschaftsaufstockung durch einen großen Konzern überschaubar. Kommunen in MV sollten diesen Moment nutzen, um verbindliche Vereinbarungen über bezahlbaren Wohnraum und soziale Infrastruktur auszuhandeln – bevor die Pressemitteilungen vergessen sind und die ersten Fachkräfte mangels Wohnung wieder abreisen.