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Monday, 14. September 2026
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Wolgast führt Parkgebühren wieder ein – wer zahlt, wer nicht?

Wolgast plant die Wiedereinführung von Parkgebühren auf kommunalen Flächen und will dafür zwei bis drei Automaten für rund 20.000 Euro anschaffen. Der Bauausschuss prüft konkrete Standorte, einige Parkplätze sollen kostenfrei bleiben. Die Einnahmen fließen in die Stadtkasse und treffen Einheimische wie Touristen gleichermaßen. Offen bleibt, ob die Regelung fair zwischen Dauerparkern aus der Nachbarschaft, Pendlern und Tagesgästen unterscheidet und wie die Kontrolle in der Fläche funktionieren soll.

Kommunale Parkgebühren sind ein klassisches Steuerungsinstrument: Sie können Parksuchverkehr reduzieren, die Innenstadt entlasten und Einnahmen für die öffentliche Infrastruktur generieren. Entscheidend ist, dass die Regelung sozial ausgewogen gestaltet wird – also Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, nicht unverhältnismäßig belastet werden, während Tourismusprofite privatisiert und Infrastrukturkosten kommunalisiert bleiben.

Wolgast ist eine Kleinstadt mit strukturellen Herausforderungen und saisonalem Tourismusdruck – da kann eine kluge Parkraumbewirtschaftung tatsächlich Sinn ergeben. Die Frage ist, wer die Automaten nachts, im Winter und bei Defekt betreut, und ob die 20.000 Euro Investition im Verhältnis zu den zu erwartenden Einnahmen steht. Stadtentwicklung in der Fläche braucht pragmatische Lösungen – keine Konzepte, die nach dem ersten Vandalismus-Schaden in der Schublade verschwinden.