Wolgast führt Parkgebühren wieder ein – wer zahlt, wer nicht?
Kommunale Parkgebühren sind ein klassisches Steuerungsinstrument: Sie können Parksuchverkehr reduzieren, die Innenstadt entlasten und Einnahmen für die öffentliche Infrastruktur generieren. Entscheidend ist, dass die Regelung sozial ausgewogen gestaltet wird – also Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, nicht unverhältnismäßig belastet werden, während Tourismusprofite privatisiert und Infrastrukturkosten kommunalisiert bleiben.
Wolgast ist eine Kleinstadt mit strukturellen Herausforderungen und saisonalem Tourismusdruck – da kann eine kluge Parkraumbewirtschaftung tatsächlich Sinn ergeben. Die Frage ist, wer die Automaten nachts, im Winter und bei Defekt betreut, und ob die 20.000 Euro Investition im Verhältnis zu den zu erwartenden Einnahmen steht. Stadtentwicklung in der Fläche braucht pragmatische Lösungen – keine Konzepte, die nach dem ersten Vandalismus-Schaden in der Schublade verschwinden.