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Thursday, 17. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Zahnspuren belegen: Menschen konsumierten vor 25.000 Jahren Drogen

Eine neue archäologische Studie aus Indonesien belegt, dass Menschen bereits vor 25.000 Jahren psychoaktive Substanzen konsumierten – deutlich früher als bislang angenommen. Die biochemische Analyse von Zahnspuren zeigt regelmäßigen Betelnuss-Konsum noch vor der Entstehung der Landwirtschaft. Für die Gesundheitswissenschaften in Mecklenburg-Vorpommern liefert dieser Befund wichtige Impulse: Ein tieferes historisches Verständnis des Substanzkonsums kann helfen, Prävention und Suchtberatung kultursensibler und wirkungsvoller zu gestalten. Die Evidenz stützt sich auf anerkannte biochemische Analysemethoden, gilt jedoch als Momentaufnahme eines noch wachsenden Forschungsfeldes.

Die Studie erweitert das Verständnis menschlicher Verhaltensweisen und zeigt, dass der Konsum psychoaktiver Substanzen tief in der Kulturgeschichte der Menschheit verwurzelt ist. Diese Erkenntnis kann gesellschaftliche Debatten über Drogenkonsum historisch einbetten und zu einer sachlicheren, weniger moralisch aufgeladenen Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen.

Die Studie erscheint in dem renommierten Fachjournal Science Advances und basiert auf mehreren unabhängigen biochemischen Analysemethoden, was ihre Belastbarkeit stärkt. Für die Präventionsforschung und die Anthropologie liefert sie einen neuen Ausgangspunkt: Drogenkonsum ist kein modernes Problem, sondern ein jahrtausendealtes menschliches Verhalten. Für die Gesundheitspolitik bedeutet das, kulturell tief verwurzelte Konsummuster bei der Prävention stärker zu berücksichtigen.