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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Zehntausende in Berlin: Demo für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Zehntausende Menschen sind in Berlin unter dem Motto 'Zeit, dass sich was dreht' für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Straße gegangen. Fast 100 Organisationen und Initiativen haben gemeinsam mobilisiert und damit gezeigt, dass breite Bündnisse möglich sind, wenn unterschiedliche Gruppen an einem Strang ziehen. Solche Bündnisdemos sind ein lebendiges Zeichen dafür, dass Zivilgesellschaft mehr sein kann als Einzelstimmen. Für Mecklenburg-Vorpommern stellt sich die Frage, welche Initiativen hier ähnliche Bündnisse aufbauen könnten.

Wenn Zehntausende gemeinsam auf die Straße gehen, ist das kein Selbstläufer – dahinter steckt monatelange Organisationsarbeit von Menschen, die meist ohne Bezahlung arbeiten. Solche Demonstrationen stärken das Bewusstsein dafür, dass Demokratie kein Zuschauersport ist, sondern gelebte Praxis. Für Menschen, deren Alltag von Ausgrenzung und fehlendem politischen Gehör geprägt ist, sind solche Zeichen der Solidarität besonders wichtig.

Was in Berlin auf die Straße geht, hat auch eine ostdeutsche Dimension – denn gesellschaftlicher Zusammenhalt ist dort keine Selbstverständlichkeit, sondern täglich erkämpfte Realität. Die Frage ist, wessen Stimmen in solchen breiten Bündnissen wirklich gehört werden und ob ostdeutsche Perspektiven, besonders aus strukturschwachen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, sichtbar bleiben. Solche Demonstrationen können Impulse setzen, wenn sie über Berlin hinaus wirken und lokale Initiativen ermutigen, ähnliche Bündnisse zu schmieden.