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Sunday, 27. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Zehntausende demonstrieren gegen AfD-Parteitag in Erfurt

Mehr als 30.000 Menschen demonstrierten in Erfurt gegen den AfD-Bundesparteitag, bei dem Weidel und Chrupalla als Parteivorsitzende bestätigt wurden. Zivilgesellschaftliche Bündnisse organisierten Sitzblockaden, um ein sichtbares Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Historiker bewerten die Terminsetzung auf den hundertsten Jahrestag eines NSDAP-Kongresses als gezielte Provokation. Die Proteste zeigen, dass demokratisches Engagement in Deutschland lebendig ist – auch wenn der Parteitag trotzdem stattfand.

Dieser Protest zeigt, dass ein breiter zivilgesellschaftlicher Wille zur Verteidigung demokratischer Werte in Deutschland lebendig ist. Gleichzeitig macht er deutlich, dass das Recht auf Versammlungsfreiheit auch bei kontroverser Nutzung durch demokratisch gewählte Parteien rechtlich geschützt wird – eine Spannung, die eine offene Gesellschaft aushalten und transparent diskutieren muss. Für Ostdeutschland, wo die AfD besonders stark ist, sind solche Gegenproteste ein wichtiges Signal solidarischer Gegenwehr.

Der Protest in Erfurt ist mehr als eine Demonstration – er ist ein Zeichen, dass organisierte Zivilgesellschaft in der Lage ist, auf symbolische Provokationen rechtsextremer Parteien öffentlich und sichtbar zu reagieren. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD ebenfalls starken Rückhalt hat, liefert Erfurt Anschauungsunterricht: Welche Formen zivilgesellschaftlichen Widerstands sind wirksam, welche rechtlich tragfähig? Die Auseinandersetzung um Versammlungsverbote zeigt zudem, wie wichtig starke Verwaltungsgerichte für den Grundrechtsschutz sind.