Zivilgesellschaft fordert Kontrolle über Südafrikas Rechenzentrum-Boom
Der Bericht zeigt exemplarisch, wie digitale Infrastruktur ohne demokratische Aufsicht Ressourcen verbraucht und Gemeinwesen belastet, während Gewinne ins Ausland fließen. Zivilgesellschaftliche Kontrolle über technologische Großprojekte ist eine Kernfrage für offene Gesellschaften weltweit. Das Modell – Menschenrechtskommission als Regulierungsanstoß – ist ein übertragbares Instrument für demokratische Rechenschaftspflicht.
Die Forderungen der Organisationen zeigen, wie demokratische Institutionen genutzt werden können, um marktgetriebene Infrastrukturentscheidungen unter öffentliche Kontrolle zu stellen. Verbindliche Offenlegungspflichten, öffentliche Register und Gemeinwohlauflagen, wie sie aus dem Bergbau und der Erneuerbaren-Energien-Branche bekannt sind, könnten als Blaupause für Europa und Deutschland dienen. Gerade im Kontext des europäischen KI-Booms ist die Frage relevant, wer die sozialen und ökologischen Kosten trägt und wer davon profitiert.