Zuckersteuer auf Getränke: Fachleute sehen Maßnahme als Anfang
Zuckerbedingte Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Adipositas belasten das Gesundheitssystem erheblich und treffen überproportional einkommensschwache Bevölkerungsgruppen. Eine evidenzbasierte Lenkungsabgabe kann Herstellerverhalten verändern, ohne den Konsum direkt zu verbieten, und kombiniert wirtschaftliche Anreize mit Gesundheitszielen. Die Einnahmen könnten gezielt in Prävention und Gesundheitsförderung reinvestiert werden.
Die internationale Evidenz, insbesondere aus Großbritannien und Mexiko, zeigt messbare Erfolge bei der Reformulierung von Getränken nach Einführung solcher Abgaben. Deutschland hätte die Chance, von diesen Erfahrungen zu lernen und eine effektive Präventionspolitik zu etablieren. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen strukturellen Gesundheitsherausforderungen und einer höheren Rate ernährungsbedingter Erkrankungen wäre eine solche bundesweite Maßnahme besonders bedeutsam. Langfristig könnten die Steuereinnahmen auch regionalen Präventionsprogrammen zugutekommen.